Die Geschichte des Taekwondo

Die Ursprünge des Taekwondo liegen über 2000 Jahre zurück. Wandgemälde,
die 1935 in königlichen Grabkammern der Koguryo-Dynastie gefunden wurden, zeigen
Männer bei Kampfübungen, die heute noch Verwendung finden.
Die Geschichte Koreas ist geprägt von Kriegen der ursprünglichen 3 Reiche
Koguryo (37 v. Chr. – 668 n. Chr.) - Baek (18 v. Chr. – 600 n. Chr.) - Silla (57
v. Chr. – 938 n. Chr.) sowie von der Besetzung durch die Chinesen und Japaner.
In der Blütezeit der TKD-Vorläufer SuBak und Taekyon entstand unter
Führung Sillas die Hwarando-Bewegung. Ein Zusammenschluss von Söhnen Adliger und
Generälen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Kriegskünste zu erlernen und
religiöse Bräuche zu pflegen. Alles in allem könnte man sie als die Ritter oder
Samurais Koreas bezeichnen.
Die Kampfkunst Subak wurde nicht nur als Kampfkunst betrachtet, sondern
auch als gesundheitsfördernd. In der Chosun-Dynastie wurde über Subak ein Buch
veröffentlicht, um dem Volk diese, bisher dem Militär vorbehaltene Kunst,
zugänglich zu machen.
Während sich Taekyon in der Koryo-Dynastie (918 – 1392 n. Chr.) noch
allgemeiner Beliebtheit erfreute erlahmte das Interesse an allem Militärischem
während der Yi-Dynastie (1393 – 1910 n. Chr.). Nur kleine Gruppen
Taekyonanhänger hielten diese Kunst am Leben. Als 1910 die Japaner Korea
besetzten, wurde das Ausüben von Taekyon verboten. Allerdings verursachte diese
äußere Bedrohung ein erneutes Aufblühen des Interesses an Taekyon.
Nach der Niederlage der Japaner 1945 bestand ein allgemeines Interesse an
Taekyon und es verbreitete sich schnell. Zwischen 1950 und 1953 wurde ein
Komitee aus bedeutenden Persönlichkeiten Koreas gegründet, dass unter der
Leitung von General Choi, Hong Hi die Aufgabe hatte, das Taekyon neu zu ordnen.
Jetzt entstand auch der Name Taekwondo. Die Meister Südkoreas vereinten die
bestehenden Stilrichtungen zu einem neuen Kampfsport nach japanischen Modell.
1955 führte General Choi, Hong Hi im Auftrag der südkoreanischen
Regierung Taekwondo als Nationalsport ein.
1965 brachen hohe
Danträger von Korea auf, um Taekwondo in die ganze Welt zu verbreiten.